Pizzataschen / Pizzabrot

Ende März waren wir zum grillen bei Freunden eingeladen gewesen und einer der anderen Gäste hatte ein selbstgemachtes Pizzabrot mitgebracht. Sowas leckeres hab ich lange nicht gegessen! Saftig und geschmacklich wie Pizza, super leckerer Teig, außen kross, innen fluffig (dabei bin ich kein großer Pizzateigfan) und beim essen blieben auch noch die Hände sauber!

So bald wie möglich habe ich daher versucht diese Leckerei nachzubauen. Dafür habe ich zuerst einen Hefeteig nach folgendem Rezept gemacht (reicht sonst für ein Backblech Pizza (4-6 normale Esser oder 2 Vielfraße)):

  • 250g Mehl
  • 1/2 Würfel frische Hefe (20g)
  • 1 Prise Zucker
  • 125ml lauwarmes Wasser
  • 1 Teelöffel Salz
  • 2 Eßlöffel Öl

Für den Teig den Zucker im lauwarmen Wasser auflösen. Anschließend die Hefe zerbröseln und so gut es geht verrühren. Das Mehl in eine Schüssel geben, eine Mulde formen und die Hefemischung hinein geben. Den Vorteig an einem warmen Ort für ca. 30 Minuten gehen lassen. Anschließend Salz und Olivenöl dazu geben, dann alles zu einem glatten Teig kneten. Jetzt muss der Teig wieder gehen (ca. 1 Stunde) bis sich das Teigvolumen verdoppelt hat.

In der Zwischenzeit könnt ihr die Füllung eurer Wahl vorbereiten. Herr Nasca und ich haben uns sehr minimalistisch für Pilze, Zwiebeln und Speck entschieden. Tomatensoße und Käse wandern bei uns standardmäßig auf eine Pizza. Wer Sorge hat der fette Teil des Specks könnte zäh oder glibbrig werden, den kann ich beruhigen. Da bin ich sonst auch mäkelig, aber im Pizzabrot merkt man davon gar nichts, dafür schmeckt der Speck sehr lecker. Pilze, Zwiebeln und Speck (oder die von euch ausgewählten Zutaten) auf die gewünschte Größe klein schneiden.

Wenn der Teig fertig gegangen ist, diesen nochmal kräftig durchkneten und dann auf einer bemehlten Fläche ausrollen. Je mehr Zeit und Aufmerksamkeit ihr eurem Hefeteig fürs kneten und gehen widmet, desto besser wird das Ergebnis. In unserem Backversuch haben wir zwei Varianten (mit der doppelten Menge Teig) ausprobiert:

Pizzataschen / Pizzabrot

Hinten seht ihr zwei Pizzabrote, die denen ähnlich sind die uns so gut geschmeckt haben. Vorne seht ihr die Pizzataschen, die ich versuchsweise mit gemacht habe. Bevor ihr mit dem belegen beginnt solltet ihr euch überlegen was ihr machen wollt. Die Brote sind schnell belegt, brauchen im Ofen allerdings etwas länger und schmecken unserer Meinung nach nicht ganz so gut wie die kleinen Pizzataschen. Entsprechend der endgültigen Form bestreicht ihr jetzt entweder die gesamte Länge des ausgerollten Teigs mit Tomatensoße, oder ihr macht kleine Kleckse (kleiner als euer Ausstecher). Zum Ausstechen der Pizzataschen eignet sich ein Plätzchenausstecher, alternativ auch ein Glas mit entsprechendem Durchmesser. Auf die Tomatensoße kommt Pizzagewürz. Wir haben eine fertige Mischung die aus Paprika, Oregano und etwas Basilikum besteht. Im Zweifelsfall reichen auch Oregano oder Basilikum. Auf Soße und Gewürz kommt der Käse, danach alle anderen gewünschten Zutaten. Wer Pizzataschen macht sollte nur die Hälfte der Fläche belegen und jetzt den leeren Teigteil darüber klappen. Dann geht es ans ausstechen. Wenn ihr die Tomatensoße vorher nur kleckst und nicht großzügig verteilt kleben die Teighälften durch den Druck des ausstechens jetzt sauber aufeinander. Die Füllung bleibt dann beim backen innen und saftig. Pizzabrotbäcker rollen ihren Teig an dieser Stelle zu einer großen Rolle auf und schlagen die Enden an den Längsseiten unter. Beide Varianten wandern dann auf ein Backblech mit Backpapier und in den Ofen bei 200° Ober-Unterhitze oder 180° Umluft. Die Taschen sind (im vorgeheizten Ofen) nach ca. 10 Minuten fertig, ein Brot braucht ca. 25 Minuten. Im Zweifelsfall hilft eine Stäbchenprobe.

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Eure fertigen Taschen werden dann etwa so aussehen. Vom Pizzabrot gibts leider nur ein unscharfes Bild der traurigen Überreste (Der Hunger war größer als der Gedanke daran ein Foto vom Innenleben zu machen… verzeiht mir! 😉 ). Ich hoffe ihr erkennt trotzdem wie wir den Teig aufgewickelt haben.

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Und jetzt wünsche ich euch einen guten Hunger und viel Spass beim nachbacken!

PS: Die Reste schmecken auch kalt sehr hervorragend.

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